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 "Aat Lüneburg. Sein 15-jähriges Bestehen feierte der Lüneburger Gospelchor ganz groß: Chorleiter Eggo Fuhrmann und Janice Harrington, die Mitbegründerin der norddeutschen Gospel-Szene durch ihren internationalen Lüneburger Workshop 1994, sowie Elke Koops als Organisatorin hatten es geschafft, das „Golden Gate Quartet“ für zwei gemeinsame Konzerte zu gewinnen. Die Prominenz dieses vor 75 Jahren in Virginia gegründeten, in selten wechselnder Besetzung auftretenden Quartetts hatte auch viele auswärtige Besucher in die – an beiden Tagen voll besetzte – Nikolaikirche gelockt. Alles, was Gospel ist, so Eggo Fuhrmann habe letztlich mit diesen Herren angefangen. Sie in der Nikolaikirche zu haben, in der eine wesentliche Initialzündung für Gospel in Deutschland vor 15 Jahren stattgefunden habe, sei eine Sensation. Umso intensiver wolle der durch viele Auftritte und internationale Konzertreisen gereifte Lüneburger Gospelchor seine Arbeit mit dem Schwerpunt neu arrangierter traditioneller und zeitgenössischer „Black Gospels“ weiterführen. Mit ansteckender Fröhlichkeit animierte Eggo Fuhrmann, der mittlerweile vier Chöre leitet, seine stimmstarken Choristen und Choristinnen zu vitalen Melodien und Refrains aus seinem umfangreichen Repertoire.
Alle fieberhaften Erwartungen erfüllte das Golden Gate Quartet im zweiten Teil des Abends. rhythmisch pulsierend, dynamisch fein abgestuft und gefühlvoll interpretierten die vier Sänger melancholische und vitale Gospels, begleitet von einem eigenen Trio aus Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Mit dem 81-jährigen Tenor Clyde Wright, der seit 1953 mit Unterbrechungen zum Quartett gehört, besitzt das Ensemble einen stimmgewaltigen, humorvollen menschlich anrührenden künstlerischen Leiter. Wright hat wunderbare Stimmen um sich versammelt: Paul Brembley (Bariton), Anthony Gordon (Bass) und Frank Davis (Tenor). Das Quartett liebt die melancholischen Gesänge wie „Hush, Somebody Calling My Name“ oder „Nobody Knows“, aber auch rhythmisch komplexe, synkopisch arrangierte Stücke. Niemand kann Traditionals wie „Joshua Fit The Battle Of Jericho“ oder „When The Saints“ mitreißender singen. Ein Höhepunkt war der Lieblingssong des Quartetts, den es zur Amtseinführung Obamas sang: „Only Believe“. In den Schluss stimmten Chor, Quartett und Publikum ein: „Oh Happy Day“." Landeszeitung Lüneburg Foto: t & w
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