Honnefs Gospel-Fans kommen voll auf ihre Kosten
Der Lüneburger Gospelchor brachte Sänger Ken Norris mit

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BAD HONNEF: Pünktlich zum Beginn der Adventszeit hatte der Lüneburger Gospelchor wieder seine Reise nach Bad Honnef angetreten. Zur Freude der rund 120 eingeschworenen Gospel-Fans brachten die Sänger einen vielgerühmten Star mit an den Rhein: Ken Norris, Kennern der Gospel-, Soul- und Jazz-Szene schon seit Jahren ein fester Begriff und Garant für stimmungsvollen Gospelgesang, begeisterte das Publikum durch die gefühlvolle und kraftvolle Intonierung der Lieder, die das Publikum schon bald zum mitklatschen bewegte.
Wie Michael Gerdes, Direktor des Seminaris-Kongressparks und damit „Hausherr“ des Bad Honnefer Kursaals, feststellte, waren einige der Besucher bereits zum sechsten Mal angereist, um die außergewöhnliche Darbietung der Lüneburger Sänger zu genießen. Norris, klassisch gewandet in Smoking-Hose und Spencer-Jacke, freute sich sichtlich über die Zusammenarbeit mit dem gut abgestimmten gemischten Chor. Dessen Leiter, Eggo Fuhrmann, zeichnete sich auch verantwortlich für das Arrangieren der eingänglichen Lieder. „Es geht bei allem, was wir hier singen, um den Lobpreis des Herren“, erklärte Norris dem begeisterten Publikum. Mit Songs wie „He lives“ oder „Oh Lord, you’re my everything“ zog der Sänger die Zuhörer in seinen Bann.
Die norddeutschen Gäste, allesamt in bodenlangen weinroten Gewändern mit hellgelben Schärpen, hatten aber in der rund zweistündigen Vorstellung  auch Gelegenheit, ohne Unterstützung durch den Ausnahmemusiker Norris ihr Können unter Beweis zu stellen. Begleitet wurde der Chor von Keyboard, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug – also durchaus ein Arrangement was Rückschlüsse darauf zulässt, wie fetzig die Kirchenlieder mit den amerikanischen Wurzeln dargebracht wurden. Nach der Show auf der Bühne wurde im Foyer weiter gefeiert. Die traditionelle „After-gospel-Party“ hatte – wie in jedem Jahr – ihre treuen Fans. Wer den Auftritt verpasst hat, wird nun wieder ein Jahr warten müssen – bis zum Beginn der nächsten Weihnachtszeit. Aber die kommt bestimmt.
General Anzeiger, 04.12.06 (cla)
 
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